Häufig gestellte Fragen

Die Stadt Antwerpen möchte so klar und transparent wie möglich über die Recherchen und die Pläne für das Denkmal informieren. In diesem FAQ-Bereich finden Sie häufig gestellte Fragen zum Projekt übersichtlich nach Phasen geordnet.

PHASE 1: FRAGEN & ANTWORTEN ZUR RECHERCHEPHASE

Warum erforscht die Stadt Antwerpen die Namen der Opfer des Zweiten Weltkriegs?

Die Stadt Antwerpen möchte die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg lebendig halten und dauerhaft in der Gesellschaft verankern. Ab 2024 wird an den Scheldekais in der Nähe von Het Eilandje eine neue Gedenkstätte für alle Antwerpener Opfer des Zweiten Weltkriegs errichtet. Das Denkmal wird die Namen der verstorbenen Antwerpener Kriegsopfer tragen, eine Zahl, die sich Schätzungen zufolge etwa auf 25.000 beläuft. Auf diese Weise erhält der Besucher auf einen Blick einen Eindruck von dem enormen Leid, das der Krieg in unserer Stadt verursacht hat. Um all diese Namen zu sammeln und zu überprüfen, führt die Stadt Antwerpen umfangreiche historische Recherchen durch.

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Das Namenprojekt Antwerpen gibt Einblick in die aktuelle Namensforschung und ist somit der (digitale) Vorläufer des eigentlichen Denkmals. Es enthält eine vorläufige Liste mit den Namen der Opfer, die dem FelixArchief - Stadtarchiv Antwerpen bereits bekannt sind. Über eine Suchfunktion können Sie den aktuellen Stand der Namensrecherche einsehen. Es ist nicht nur möglich, nach Namen zu suchen, sondern auch zusätzliche Informationen über Opfer zu liefern, die Schreibweise eines Namens zu korrigieren oder Vorschläge in Bezug auf fehlende Namen zu machen.

Wer führt die Recherche durch?

Die historische Recherche nach den Namen der Antwerpener Opfer des Zweiten Weltkriegs wird vom FelixArchief - Stadtarchiv Antwerpen durchgeführt. Die Studie verwendet Quellensätze aus verschiedenen Archiven und läuft bis 2023.

Welche Opfer sind in der Namensliste enthalten?

Das Namenprojekt Antwerpen listet die Namen von verstorbenen Kriegsopfern auf, die in Antwerpen gelebt haben und/oder dort gestorben sind. Es gibt vier Hauptgruppen: Opfer des Holocaust, zivile Opfer der NS-Gewalt, zivile Opfer der militärischen Gewalt und militärische Opfer.

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Die Stadt Antwerpen unterscheidet zwischen vier Gruppen von Opfern:  
• Opfer des Holocaust (jüdische Opfer);  
• Zivile Opfer der NS-Gewalt: Arbeitsdienstverweigerer, Zwangsarbeiter, Widerstandskämpfer und politische Gefangene;
• Zivile Opfer militärischer Gewalt: Opfer der Bombardierungen, der V-Waffen und anderer militärischer Auseinandersetzungen in Antwerpen;
• Militärische Opfer: belgische und internationale Streitkräfte (alliierte Soldaten und Antwerpener Kriegsgefangene

Alle diese Todesopfer haben eine Verbindung zu Antwerpen. Sie lebten und/oder starben in Antwerpen und dessen Vorstädten (den heutigen Bezirken). Ihr Tod war jeweils auf Kriegshandlungen oder -ereignisse zurückzuführen. Es handelt sich um:
• Personen, die zwischen dem offiziellen Beginn und dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Belgien (10. Mai 1940 und 8. Mai 1945) starben;
• Opfer, welche die Lager überlebt haben, dann aber doch in den Wochen und Monaten während oder nach ihrer Heimkehr (bis zum 31. Dezember 1945) ums Leben kamen.

Im Mittelpunkt des Namensprojekts stehen die Opfer, die ums Leben gekommen sind. Die neue Gedenkstätte wird nur ihre Namen enthalten. Aber das Denkmal steht natürlich auch für andere Opfer: diejenigen, die den Krieg überlebt haben und das Leid für den Rest ihres Lebens mit sich trugen. Es erinnert auch an die Toten, deren Namen wir nicht mehr erfahren werden.

Auf welche Quellen stützt sich die Stadt Antwerpen bei der Zusammenstellung der Namensliste?

Die konsultierten Quellen sind zahlreich. Einige Quellensätze enthalten spezifische Informationen über eine bestimmte Opfergruppe. Bei den jüdischen Opfern stützt sich die Forschung zum Beispiel auf das Judenregister in Belgien, die Transportlisten von Kazerne Dossin und das so genannte Fichier Drancy. Die Informationen über die Opfer der nationalsozialistischen Gewalt stammen hauptsächlich aus den Archiven der wichtigsten Widerstandsorganisationen (z. B. Weiße Brigade, Nationale Königliche Bewegung), dem Kriegsopferdienst und dem Widerstandsdienst (Verteidigung). Anderes Quellenmaterial ist allgemeiner gehalten und geht über diese verschiedenen Gruppen hinaus. Dazu gehören die Archive von Friedhöfen, Einwohnermelde- und Standesämtern, gerichtliche Todeserklärungen und zahlreiche andere offizielle Dokumente

Kann ich nachsehen, ob ein Opfer bereits auf der Namensliste steht oder nicht?

Über die Suchfunktion auf dieser Website können Sie bereits jetzt nachsehen, ob ein Opfer in die Liste der Namen aufgenommen wurde. Bitte beachten Sie, dass die Recherchen noch voll und ganz im Gange sind. Das bedeutet, dass noch nicht alle Namen inventarisiert wurden. Es ist möglich, dass der Name des von Ihnen gesuchten Opfers noch nicht eingegeben wurde. In diesem Fall können Sie das FelixArchief - Stadtarchiv Antwerpen hier darüber informieren.

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Ab September 2021 wird die Suchfunktion des Namenprojekts Antwerpen die Möglichkeit bieten, die bis dahin inventarisierten Namen aufzurufen. Die wichtigsten Grunddaten eines jeden Opfers werden veröffentlicht: Vorname, Nachname, Geburtsort, Geburtsdatum. Auf diese Weise ermöglicht die Stadt Antwerpen der breiten Öffentlichkeit den Zugang zu den laufenden Recherchen.

Warum kann ich nur nach Namen, Vornamen und Geburtsdatum suchen?

Solange die Untersuchung der Namen noch nicht abgeschlossen ist, veröffentlicht die Stadt Antwerpen nur einige grundlegende Informationen über jedes Opfer. Dazu gehören Vorname, Nachname, Geburtsort und Geburtsdatum. Diese Informationen werden zur Identifizierung eines Opfers benötigt und bilden daher die Grundlage für die Suchfunktion. Die Suche nach dem Geburtsort ist (noch) nicht möglich.

Ich habe Informationen über ein Opfer: wie kann ich sie weitergeben?

Jeder kann Korrekturen, Ergänzungen und neue Vorschläge an das FelixArchief - Stadtarchiv Antwerpen senden. Dies kann über eine Anfrage über diese Website erfolgen..

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Die Namenssuche durch das FelixArchief läuft bis Herbst 2023. Bis dahin ist es weiterhin möglich, über das Namenprojekt Antwerpen zusätzliche Informationen zu übermitteln. Anschließend wird die Namensliste in die Gedenkstätte eingearbeitet. Doch auch nach der Fertigstellung des Denkmals wird es noch möglich sein, Namen hinzuzufügen. Wie genau dies geschehen soll, ist heute noch nicht klar und wird die Aufgabe des ausgewählten Designteams sein.

Die Angaben zu einem Opfer auf der Liste sind falsch oder unvollständig. Darf ich eine Korrektur vorschlagen?

Jeder kann Korrekturen, Ergänzungen und neue Vorschläge an das FelixArchief - Stadtarchiv Antwerpen senden. Sogar sehr gerne. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass die richtigen Informationen in die neue Gedenkstätte aufgenommen werden. Berichtigungen und zusätzliche Informationen können über diesen Link übermittelt werden.

Ich habe Unterlagen über ein aufgelistetes Opfer (Urkunden, Fotos, ...). Kann ich diese für die Recherchen zur Verfügung stellen? Kann ich diese Unterlagen bei der Stadt Antwerpen abgeben?

Alle zusätzlichen Dokumentationen über ein Opfer können zu den Ermittlungen beitragen. Über diesen Link können Sie auch Fotos, Urkunden und anderes Archivmaterial (als Scan) an das FelixArchief - Stadtarchiv Antwerpen senden.

PHASE 2: FRAGEN & ANTWORTEN GEDENKMONUMENT

Wessen gedenken wir?

Das Gedenkmonument erinnert an alle Opfer des Zweiten Weltkriegs, die in Antwerpen gelebt haben und/oder gestorben sind.

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Der Zweite Weltkrieg traf Antwerpen sehr hart. Keine belgische Stadt oder Gemeinde hatte mehr Todesopfer zu beklagen. Die Ursache dafür sind in erster Linie die Verfolgung und Deportation der Antwerpener Juden. Auch in Antwerpen starben viele Zivilisten durch die Bombenangriffe, u. a. durch die V-Waffen, welche zwischen Oktober 1944 und März 1945 die Stadt und den Hafen trafen. Darüber hinaus forderte das mörderische Naziregime auch Opfer unter den politischen Gefangenen, Widerstandskämpfern, Zwangsarbeitern und Soldaten.

Die neue Gedenkstätte wird die Namen aller Kriegstoten tragen. Dadurch wird dem Besucher sofort klar, wie vielfältig und zahlreich die Opfer in Antwerpen waren. Das Namenprojekt Antwerpen ermöglicht es, die Liste der Namen bereits (teilweise) zu durchsuchen.

Zugleich erinnern wir auch an die Toten, deren Namen wir nicht mehr ausfindig machen können, sowie der Opfer, die den Krieg überlebt haben. Viele von ihnen wurden durch den Krieg für ihr Leben gezeichnet. Auch wenn die Gedenkstätte nicht ausdrücklich ihre Namen nennt, ist dieses Mahnmal doch auch ein Ort, an dem auch dieser Menschen gedacht wird.

Warum errichtet die Stadt ein neues Gedenkmonument?

Die Stadt Antwerpen möchte das Gedenken an den Zweiten Weltkrieg stärken. Die Gedenkstätte wird ein Ort der Erinnerung sein, an dem Einheimische und Besucher über das Leid des Zweiten Weltkriegs nachdenken können. Der Ort bietet Raum für Gedenken, Reflexion und Bildungsaktivitäten. Er hält die Erinnerung an eine tiefgreifende Zeit wach und gibt die Tradition des Gedenkens an künftige Generationen weiter.

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Im Jahr 2019 organisierte die Stadt eine umfangreiche Gedenkveranstaltung anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung Antwerpens. Ausgehend von der Kernidee "Immer frei. Nie selbstverständlich.‘ organisiert die Stadt Antwerpen seither gemeinsam mit Partnern zahlreiche Initiativen: Ausstellungen, Gedenkfeiern, Vorträge, Rundschreiben, Zeitzeugenberichte, leicht zugängliche Informationen, Sammlungen von Gegenständen und Kriegsgeschichten, Bildungsprogramme und Unterrichtspakete. Nun kommen das Namensprojekt und das Denkmal hinzu.

Die neue Gedenkstätte soll eine Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft schlagen: durch die Kriegsgeschichte Antwerpens, ihre heutige Wahrnehmung und ihre Bewahrung für künftige Generationen. Sie gibt jedem die Möglichkeit, über die Komplexität der Kriegsjahre nachzudenken. Mehr denn je steht das Leid der vielen tausend Kriegsopfer von Antwerpen im Mittelpunkt.

Mit der Errichtung eines neuen Denkmals will die Stadt Antwerpen die Bedeutung von Werten wie Freiheit, Gleichheit und Demokratie unterstreichen. Sie ist auch ein Zeichen gegen Gleichgültigkeit, Rassismus und Entmenschlichung. Geschichtsbewusstsein kann die Bürger antreiben, Mitverantwortung zu übernehmen und respektlosem Verhalten aktiv entgegenzutreten.

Welche Namen stehen auf dem Denkmal?

Das Gedenkmonument nennt die Namen aller Todesopfer des Zweiten Weltkriegs, die in Antwerpen gelebt haben und/oder gestorben sind. Es gibt vier Hauptgruppen: Opfer des Holocaust, zivile Opfer der NS-Gewalt, zivile Opfer der militärischen Gewalt und militärische Opfer.

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Die Stadt Antwerpen unterscheidet zwischen vier Gruppen von Opfern:  
• Opfer des Holocaust (jüdische Opfer);  
• Zivile Opfer der NS-Gewalt: Arbeitsdienstverweigerer, Zwangsarbeiter, Widerstandskämpfer und politische Gefangene;
• Zivile Opfer militärischer Gewalt: Opfer der Bombardierungen, der V-Waffen und anderer militärischer Auseinandersetzungen in Antwerpen;
• Militärische Opfer: belgische und internationale Streitkräfte (alliierte Soldaten und Antwerpener Kriegsgefangene

Alle diese Todesopfer haben eine Verbindung zu Antwerpen. Sie lebten und/oder starben in Antwerpen und dessen Vorstädten (den heutigen Bezirken). Ihr Tod war jeweils auf Kriegshandlungen oder -ereignisse zurückzuführen. Es handelt sich um:
• Personen, die zwischen dem offiziellen Beginn und dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Belgien (10. Mai 1940 und 8. Mai 1945) starben;
• Opfer, welche die Lager überlebt haben, dann aber doch in den Wochen und Monaten während oder nach ihrer Heimkehr (bis zum 31. Dezember 1945) ums Leben kamen.

Das FelixArchief - Stadtarchiv Antwerpen erstellt derzeit ein Inventar dieser Namen. Die historische Recherche wird bis 2023 laufen, aber nie vollkommen abgeschlossen sein. Daher können auch nach der Errichtung des Denkmals noch Änderungen erfolgen.

Die Gedenkstätte wird nur die Namen der verstorbenen Opfer enthalten. Sie will aber auch auf die vielen anderen Opfer aufmerksam machen. Das Denkmal steht auch für diejenigen, die den Krieg überlebt haben und das Leid für den Rest ihres Lebens mit sich trugen. Es erinnert auch an die Toten, deren Namen wir nicht mehr erfahren werden.

Wie viele Namen werden auf dem Denkmal stehen?

Gegenwärtig wird die Zahl der verstorbenen Antwerpener Kriegsopfer auf etwa 25.000 geschätzt. Die Recherchen sind noch nicht abgeschlossen. Die genaue Zahl wird sich also erst später herausstellen. Sie können den Zählerstand des Namenprojekts Antwerpen konsultieren, um die Anzahl der bisher bestätigten Namen zu sehen.

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Die Zahl der Namen der Opfer, die in das Denkmal aufgenommen werden sollen, ist noch eher vorläufig. Diese Zahlenangaben sind uns bereits bekannt:

• Fast 3 von 5 der Getöteten, etwa 15.000, waren Juden.
• Derzeit zählt die Recherche etwa 1.440 Namen von zivilen Opfern der NS-Gewalt. Dazu gehören Arbeitsdienstverweigerer, Zwangsarbeiter, Widerstandskämpfer und politische Gefangene.
• Möglicherweise starben etwas mehr als 4.500 Zivilisten durch militärische Kampfhandlungen wie die V-Waffen und andere militärische Auseinandersetzungen in der Stadt.
• Was die militärische Seite betrifft, so fielen in Antwerpen mindestens 600 belgische Soldaten. Auch dies ist eine sehr vorläufige Zahl. Die Zahlen für die alliierten ausländischen Truppen sind noch nicht bekannt.

Die Suche nach den Namen der Opfer endet nicht mit der Realisierung der Gedenkstätte. Neue Daten werden die bestehenden Listen und Informationen ergänzen und korrigieren, auch noch nach der Grundsteinlegung im Jahr 2024.

Wo wird die Gedenkstätte stehen?

Das neue Denkmal wird an der Lotsenstation am Tavernierkaai in Antwerpen stehen. Dieser Ort befindet sich an den Scheldekais, in der Nähe von Het Eilandje

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Der Standort der Gedenkstätte wurde nicht zufällig gewählt. Die Lage nahe der Lotsenstation bietet eine gute Sichtbarkeit und verbindet das Stadtzentrum mit dem Hafen. Dies waren zwei wichtige Bereiche während des Zweiten Weltkriegs. Außerdem befindet sich dieser Standort in der Nähe des Red Star Line Museums, des FelixArchief - Stadtarchiv Antwerpen und des MAS. Diese drei Einrichtungen sind Teil des "Gedächtnisses" der Stadt. Im MAS wird im Jahr 2023 eine Ausstellung über den Zweiten Weltkrieg und Antwerpen eröffnet. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die persönlichen Erlebnisse aller Antwerpener Bürger während dieser schwierigen Zeit.

Der Standort an der Lotsenstation wird als Teilprojekt des Masterplans "Wiederaufbau der Scheldekais" entwickelt. Die Gestaltung und der Bau der Gedenkstätte werden in diese Entwicklung integriert. Lesen Sie hier mehr darüber..

Wie wird das Denkmal aussehen?

Wie die Gedenkstätte genau aussehen wird, ist noch nicht bekannt. Sicher ist, dass es die Namen der verstorbenen Antwerpener Kriegsopfer tragen wird. Die Stadt Antwerpen beauftragte die Designer mit der Gestaltung eines innovativen und zukunftsorientierten Denkmals.

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Ein internationaler Wettbewerb wird entscheiden, wer das Denkmal realisieren wird. Die Stadt wird den Namen des ausgewählten Planungsbüros Ende 2021 oder Anfang 2022 bekannt geben.

Die Stadt Antwerpen möchte auf innovative Weise des Zweiten Weltkriegs gedenken. Daher sind die Künstler und Designteams aufgefordert, über die traditionelle monumentale Bildsprache und Architektur hinauszudenken. Das Denkmal wird von höchster künstlerischer Qualität sein.

Die Form und das Aussehen des Denkmals sind Teil des Entwurfsprozesses. Die Designer werden gebeten, in jedem Fall die Namen der Opfer zu integrieren und die 4 Opfergruppen voneinander zu trennen siehe vorherige Frage

Wie wird das Denkmal in Zukunft genutzt werden?

Die Gedenkstätte bietet die Möglichkeit des Gedenkens und der Begegnung. Deshalb ist sie offen und für alle zugänglich.

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Die Gedenkstätte ist für jedermann zugänglich. In erster Linie soll es ein Ort für diejenigen sein, die sich mit den Opfern eng verbunden fühlen. Jeder findet einen Platz, um der Opfer zu gedenken und sie zu ehren.

Dieser Ort möchte die Besucher zum Nachdenken über das große Leid der Einwohner der Stadt Antwerpen, aber auch über die komplexe Kriegsgeschichte Antwerpens anregen.

Die Erinnerung an die Gewalt und die Traumata der Vergangenheit erhalten in der Gedenkstätte einen Platz. Dies geschieht in Form von Erinnerungsarbeit, Schulbesuchen und Hinweisen auf die Ausstellung im nahe gelegenen MAS. Die Lage an der Schelde macht die Gedenkstätte zu einem Ort der Ruhe und Besinnung.

Ist dies das einzige Monument zum Gedenken an den Zweiten Weltkrieg in Antwerpen?

Nein, es gibt heute bereits zahlreiche historische Denkmäler und Gedenktafeln in Antwerpen. Diese haben einen wichtigen historischen und emotionalen Wert. Daher werden sie sicherlich neben dem neuen Denkmal weiterbestehen.

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Einige der bestehenden Kriegsdenkmäler sind groß und beeindruckend, andere sind kleiner und intimer. Sie sind oft für spezielle Opfergruppen bestimmt. Einige Denkmäler erinnern sogar an beide Weltkriege. Diese Monumente und Gedenktafeln spielen oft eine wichtige Rolle für die (lokalen) Gemeinschaften und werden dies sicherlich auch weiterhin tun.

Einzigartig an der neuen Gedenkstätte ist, dass sie zum ersten Mal die Namen aller Antwerpener Opfer des Zweiten Weltkriegs zusammenfasst.

Was geschieht als Nächstes?

Ende 2021 oder Anfang 2022 wird die Stadt bekanntgeben, wer den Entwurf des künftigen Denkmals realisieren wird und wie der vorläufige Entwurf aussieht. Die Grundsteinlegung ist für das Jahr 2024 vorgesehen. In der Zwischenzeit wird das FelixArchief seine umfangreiche Namensrecherchen fortsetzen (Namenprojekt Antwerpen) und mit der Entwicklung eines digitalen Denkmals beginnen.

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Das Namenprojekt Antwerpen ist der digitale Vorläufer der physischen Gedenkstätte. Es enthält eine vorläufige Liste mit den Namen der Opfer, die dem FelixArchief jetzt bereits bekannt sind. Über eine Suchfunktion können Angehörige und andere interessierte Personen den aktuellen Stand der Namensrecherche einsehen. Es ist nicht nur möglich, nach Namen zu suchen, sondern auch zusätzliche Informationen über Opfer zur Verfügung zu stellen, die Schreibweise eines Namens korrigieren zu lassen oder Vorschläge in Bezug auf fehlende Namen zu machen.

Die Namensrecherche wird bis 2023 laufen. Dann wird die Namensliste mehr oder weniger endgültig sein (obwohl es immer noch Raum für Korrekturen und Ergänzungen geben wird) und dann kann damit begonnen werden, die Namen in die physische Gedenkstätte zu integrieren. Außerdem soll ein digitales Denkmal entwickelt werden, das ein Online-Gedenken an die (einzelnen) Opfer ermöglicht.

Was ist das digitale Denkmal?

Neben dem physischen Denkmal soll auch ein digitales Denkmal entstehen. Konkret handelt es sich um eine Online-Umgebung, welche die (vorläufige) Liste der Namen der Opfer von Antwerpen an einer Stelle vereint. Das digitale Denkmal gibt Angehörigen und anderen interessierten Personen die Möglichkeit, der Opfer des Zweiten Weltkriegs zu gedenken und sich mit der weitreichenden Kriegsgeschichte unserer Stadt auseinanderzusetzen. Die Plattform bietet auch die Möglichkeit, eines Opfers individuell zu gedenken.

Bau eines neuen Namensgeber-Denkmals

Die Stadt Antwerpen errichtet ein neues Mahnmal zum Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkriegs in Antwerpen. Die Grundsteinlegung ist für Anfang 2024 geplant.

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Suche in der vorläufigen Liste der Namen der Opfer

Während der Recherchephase des Namensprojekts können Sie hier die vorläufige Liste der Opfer durchsuchen. Um ein Opfer zu finden, können Sie Nachname, Vorname oder Geburtsjahr eingeben.

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